Prioritäten-setzen-Tipps-Eisenhower-Prinzip

Wonach entscheidest du, was du zuerst tun musst? Wie unterscheidest du zwischen wichtigen und unwichtigen Aufgaben? Und in welcher Reihenfolge arbeitest du deine Aufgaben ab oder versucht du vieles parallel zu erledigen?

„Wenn ich morgens aufstehe, trinke ich zuerst ein Glas warmes Wasser. Danach meditiere ich, mache Yoga und springe unter die Dusche.“

Diese Aufgaben bzw. diese Routine sind mir sehr wichtig, weshalb ich meine ganze Aufmerksamkeit der einzelnen Tätigkeit widme. Ganz anders sieht es dann danach aus:

„Während ich den Tee aufsetze, mache ich Porridge, decke den Frühstückstisch, schneide Obst, checke ich meine Termine für den Tag, esse ich und lese Nachrichten.  Alles passiert weitestgehend parallel.“

Diese Aufgaben brauchen nicht meine volle Aufmerksamkeit. Deshalb kann ich diese auch parallel erledigen. Entscheidend dabei ist, dass diese mir unwichtig bzw. nicht so wichtig sind, wie zu meditieren und Yoga zu machen. Und genauso mache ich es auch sonst in meinem Alltag und bei der Arbeit: Bei wichtigen Aufgaben richte ich meine volle Konzentration darauf, mache keine andere Tätigkeiten parallel und versuche mich nicht ablenken zu lassen. Das Handy wird dabei zum Beispiel zur Seite gelegt oder stumm geschaltet.

Neben der Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig, gibt es aber noch eine weitere Dimension, die berücksichtigt werden sollte: Die Unterscheidung zwischen dringend und nicht dringend. Denn du kennst das sicherlich auch: Es gibt eine wichtige Aufgabe, die aber nicht ganz so dringend ist, wie eine andere wichtige Aufgabe. Oder es gibt eine unwichtige Aufgabe, die sehr dringend ist.

Nach dem Eisenhower Prinzip, das zum Beispiel auch Stephen R. Covey in seinem Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ beschrieben und modifiziert hat, gibt es 4 Quadranten, die einem dabei helfen sollen zwischen wichtig, unwichtig, dringend und nicht dringend zu unterscheiden.

Dieses Prinzip gibt einen Denkanstoß, um sich darüber klar zu werden, wieviel Zeit ich für welche Aufgaben habe oder mir nehmen und in welcher Reihenfolge ich diese erledigen möchte:

 

Und, in welchem Quadranten findest du dich am häufigsten wider? Ich finde diese vier Dimensionen klasse, da sie einen daran erinnern, was nun wirklich wichtig ist, was ich sofort, später oder parallel erledigen kann und womit ich meine Zeit gar nicht erst verschwenden sollte.

Vielleicht nimmst du dir einfach mal eine ruhige Minute Zeit und schreibst deine Aufgaben und Tätigkeiten auf, die du speziell für diese Woche zu erledigen hast. Dann bewertest du jede Tätigkeit nach den 4 oben genannten Kategorien. Und schon hast du eine Prioritätenliste, die dir dabei hilft, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.

Meine Liste für die kommenden Wochen sieht zum Beispiel u.a. so aus:

Wichtig und dringend:

Morgen- und Abendroutine machen (Yoga, Meditieren), Energyletter schreiben, Blogbeiträge schreiben, zur Yogalehrerausbildung anmelden

Wichtig und nicht dringend:

Massage-Termin vereinbaren, mit meiner Freundin telefonieren, Blogbeiträge für den nächsten Monat planen, neue Meditationen aufnehmen

Nicht wichtig und dringend:

Post und Rechnungen erledigen, Einkaufen, Wohnung putzen/ aufräumen

Nicht wichtig und nicht dringend:

Posteinsendungen wie Werbung lesen, Nachrichten lesen, Fernsehschauen

Bild: Dan Gribbin auf Unsplash